Jens Dutzis Life

Linux, Server, Webhosting and more ;-)

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Als Google mit seinem neuen Browser auf den Markt kam gab es im Internet Diskussionen über eine bei der Installation generierten einzigartigen Nummer mit der sich theoretisch einzelne Installationen auffinden lassen. Auch wenn mittlerweile Google die ID entfernt hat, so gibt es auch heute noch die ID als Grund aufgeführt, warum man Google Chrome nicht verwenden solle.

Auch wenn Google aufgrund seiner vielen Dienste eine breite Datenbasis aufbauen kann und auch die lange Datenspeicherung die sich Google bei seinen Diensten erlaubt durchaus ein Problem darstellen könne, so möchte ich doch einmal im Zusammenhang mit der eindeutigen Kennung einmal das Augenmerk auf den Mozilla Firefox lenken.

In vielen Internetforen liest man, dass man lieber doch den Mozilla Firefox verwenden solle, da dieser keine eindeutige Kennung hätte. Schaut man sich allerdings einmal die englischsprachigen Datenschutzbedinungen an, so findet man im Zusammenhang mit dem automatischen Update-Service unter anderem folgenden Hinweis:

[…] This feature also sends Potentially Personal Information to Mozilla in the form of your IP address and a cookie that contains a unique numeric value to distinguish individual Firefox installs […]

Dies bedeutet nichts anderes, als dass auch der Mozilla Firefox eine eindeutige Kennung bei der Installation zugeordnet bekommt und diese bei jeder Update-Anfrage an Mozilla übermittelt wird. Die gleiche Kennung wird zum Beispiel auch im Rahmen eines Crash-Reports neben vielen andere Daten übermittelt.

Im Gegensatz zur Google Chrome Kennung dürfte das Verhalten vom Mozilla Firefox allerdings nur den wenigsten Menschen bekannt sein. Gab es hier einen Aufschrei in der Presse? Nicht, dass es mir bekannt wäre …

Eines ist mir bei den aktuellen Generationen von Antivirenlösungen immer negativ aufgefallen. Die Entwickler scheinen der Meinung zu sein, dass der Nutzer nicht (mehr?) in der Lage ist zu entscheiden, ob es sich bei einer potentiell als Malware deklarierten Datei tatsächlich um Schadsoftware handelt.

Eine Bevormundung, die mir persönlich absolut nicht gefällt. Es kann doch durchaus einmal der Fall sein, dass eine Datei falsch eingestuft wird. Keine Antivirenlösung kann False-Positive Erkennungen komplett ausschließen. Was aber in einem solchen Fall passieren kann ist im Forum von onlinekosten.de nachlesbar. Dort kann man nachlesen wie bei einigen Personen eine fehlerhafte Erkennung zu einem Totalabsturz des Systems führen kann.

Gerade in den verlinkten Fällen sieht man auch, dass eine Quarantäne in einem akuten Fall nicht wirklich weiterhilft. Die Dateien sind in einem solchen Fall zwar nicht komplett verloren, aber bei wichtigen Systemdateien ist ein Neustart erst einmal nicht mehr möglich. Der normale Nutzer dürfte dabei dann aber auch überfordert sein mittels einer Rettungs-CD die Dateien aus der Quarantäne wieder an seinen ursprünglichen Platz zu kopieren. Wissen Sie auswendig, wo ipnat.sys unter Windows7 seinen Platz hat? Ich wüsste es nicht. Es bleibt also nur entweder ein hoffentlich vorhandenes Systembackup einzuspielen oder sein Glück mit der Systemreparatur zu probieren.

In hier verlinkten speziellen Fall bin ich einmal gespannt, ob ein Tool zum restaurieren der Dateien angeboten wird. Jedenfalls ist das Problem leider keine Ausnahme. Einer der bekanntesten Vorfälle der letzten Jahre war eine fälschlicherweise als Trojaner erkannte winlogon.exe von Antivir.

Mir persönlich ist jedenfalls eine Antivirenlösung deutlich lieber, bei der ich gefragt werde ob eine bestimmte Datei die als Malware klassifiziert wurde tatsächlich gelöscht oder in den Quarantänebereich verschoben werden soll.

[Update]

Mittlerweile gibt es auch eine Stellungnahme von Bitdefender zu dem gestrigen Problem. Betroffen waren alle Nutzer von 64-Bit Windows Versionen. Der Tipp „Wenn Sie Probleme haben, starten Sie den Computer NICHT neu” dürfte allerdings in den meisten Fällen wohl zu spät gekommen sein. Sollte es bereits zum Gau gekommen sein, sollte folgende Anleitung von Bitdefender helfen.

Nach der ganzen Panik die hier in Deutschland vor Google Streetview geschürt wird in der Medienlandschaft möchte ich euch einmal dieses Video zeigen, welches auf einfache Weise erklärt, um was es sich bei Google Streetview tatsächlich handelt. Wenn ich im Fernsehen sehe, wie Leute sich künstlich aufregen weil Google Bilder von Ihrer Straße macht und gleichzeitig erlauben, dass sowohl sie als auch die Straße in den Filmarchiven landen, da kann ich echt nur noch lachen. Vor allem, da die Bilder im Gegensatz zu den Streetview-Bildern ohne verdeckte Gesichter und Kennzeichen sind. Das Argument mit den Einbrechern halte ich persönlich auch an den Haaren herbeigezogen. Ich kenne jetzt zwar keine Statistik darüber, ob Einbrecher wirklich großartig die Häuser vorher ausspannen. Selbst wenn sie das machen, wo ist der Unterschied ob sie kurz vorbeifahren oder zum Teil alte Standbilder über Google anschauen welche nichts aussagen wie belebt ein Gebiet ist? Das macht einfach keinen Sinn …

Video von Google Japan:

Mittlerweile sind heutige Kassensysteme eigentlich schon richtige Computer mit Thermotransfer-Drucker und gelegentlich einem Touchscreen-Monitor. Wundert es da jemanden, dass die Steakhauskette Maredo von der GEZ einen Gebührenbescheid für genau diese Computerkassen bekam, da diese ebenfalls unter “neuartige Empfangsgeräte” fallen?

Nach einem Bericht des Internetmagazins Golem bekam die Kette tatsächlich einen solchen Bescheid und klagt nun gegen den WDR vor dem Verwaltungsgericht in Köln. Ein Grund, warum dieser Gebührenbescheid ungültig wird damit begründet, dass der Internetzugang über Computerkassen explizit gesperrt seien und dies daher ein Sonderfall darstelle.

Unabhängig aber davon zeigt dieser Fall gut auf, wie unsinnig meiner Meinung nach die aktuelle Regelung ist bei der praktisch alle Geräte die über einen Internetzugang verfügen Gebührenpflichtig sind und das unabhängig davon, wie abwegig eigentlich eine Nutzung der öffentlich-rechtlichen Sender über das Gerät ist. Gerade Unternehmer haben oft mit diesem Problem zu kämpfen. Wie wahrscheinlich ist denn, dass ein Mitarbeiter an der Kasse parallel zur Bedienung eines Kunden über die Kasse noch schnell einen Radiosender hört oder zum Beispiel die Tagesschau sich anschaut? Ähnlich kurios ist ja auch, dass zum Beispiel Banken für Geldautomaten ebenfalls Rundfunkgebühren zahlen müssen.

Es bleibt hier nur zu hoffen, dass in diesem Fall Maredo den Rechtsstreit gewinnt. Je mehr Urteile gegen die Rundfunkgebühr fallen, desto eher muss meiner Meinung nach von den entsprechenden Stellen reagiert werden.

Wie euch vielleicht aufgefallen ist, hat sich die letzten beiden Tagen hier im Blog einiges geändert. Letzten Montag war ich aus privaten Gründen ziemlich gefrustet, sodass ich genau das machte, was ich am Wochenende zuvor eigentlich schon aufgegeben hatte. Am Wochenende hatte ich mit einem Umstieg vom Blog-System Serendipity, welches seit dem Start meines Blogs wirklich sehr gute Arbeit geleistet hat auf WordPress.

Einige werden sicher sagen, warum sollte das jemand machen? Serendipity ist doch ein klasse Blog-System, welches eine deutlich bessere Performance bietet als WordPress und beim Spamschutz deutlich feiner eingestellt werden kann.

Die Aussagen sind natürlich alle absolut richtig. Allerdings bietet WordPress aber auch eine größere Auswahl an Skins und Erweiterungen, es kann bequemer über ein iPhone bedient werden. Auch Besucher mit einem iPhone oder Android-basierendem Handy bekommt zukünftig eine speziell angepasste Seite ausgeliefert. Dazu kommt noch, dass WordPress sich besser für Suchmaschinen optimieren lässt und das Backend einfach besser ist, auch wenn zumindest der WYSIWYG Editor von Serendipity mit dem jüngsten Update etwas besser wurde. Meiner Meinung nach scheint WordPress einfach aktuell die modernere Plattform darzustellen.

Was hat sich für die Besucher geändert?

Abgesehen vom Design nicht viel. Alle Funktionen wie der WebReader und die RSS Feeds sind weiterhin verfügbar, wobei die RSS Feeds auch weiterhin den kompletten Artikel ausliefert. Zusätzlich zu den bisherigen RSS Feeds können auch die Kommentare zu einzelnen Beiträgen abonniert werden. Allerdings haben sich die URLs der einzelnen Feeds geändert und müssen im Feedreader aktualisiert werden. Bei Kommentaren werden in Zukunft bei gravatar.com hinterlegte Avatare unterstützt.

Übernommen vom alten Blog-System wurden alle Beiträge und Kommentare, wobei bei den Beiträgen es vereinzelt vorkommen kann, dass die Formatierung nicht 100%ig stimmt. Die bisherigen Links zu den einzelnen Beiträgen sind auch weiterhin gültig und leiten automatisch auf die neuen Adressen weiter. Was leider nicht übernommen werden konnte sind die Pingbacks aus dem bisherigen Serendipity Blog. Das Import-Script war hierzu nicht in der Lage und ein anpassen des Import-Scripts wäre relativ kompliziert geworden. Falls es sich allerdings doch noch ein Weg eröffnet, dann werden die Pingbacks natürlich nachgetragen.

Wie geht es weiter?

In den kommenden Tage werde ich noch vereinzelte Änderungen am Blog durchführen. Hierzu zählt zum Beispiel die Integration des RSS Feeds. Es kann auch sein, dass vielleicht die ein– oder andere Funktion noch zusätzlich eingebaut wird. Normalerweise sollte es dabei zu keinen Problemen kommen, aber dank Murphy … ;-)

Selbstverständlich könnt ihr zum Beispiel über das Kontaktformular auch Feedback zum neuen Blog hinterlassen. Dies gilt natürlich auch für Tipps zu interessanten WordPress-Plugins, welches man unbedingt haben sollte.

Ich würde mich jedenfalls freuen euch weiterhin als Leser begrüßen zu dürfen. :-)

Wenn man sich die Berichterstattung seit dem gestrigen Urteil des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe so anschaut und die Interviews verfolgt mit diversen Politikern könnte man echt das Gefühl haben, dass jetzt im Internet das Zeitalter der Anarchie regieren würde. Es hört sich so an, als könne jetzt erst einmal keine einzige Straftat im Internet verfolgt werden und Verbrecher könnten jetzt durch das Internet alle möglichen Straftaten begehen.

Ein solcher Unsinn regt mich echt nur noch auf. Wie hatte man denn vor dem Januar 2008 Straftaten im Internet verfolgt? Vor 2 Jahren herrschte doch auch keine Gesetzlosigkeit im Internet. Fakt ist, dass bereits vor dem gekippten Gesetz zum Beispiel auf Bestandsdaten zugegriffen werden konnte nach richterlichem Beschluss. Es besteht auch die rechtliche Möglichkeit zum Beispiel die Kommunikation eines verdächtigen nach entsprechendem Beschluss durch ein Richter aufzeichnen zu lassen. Das sind nur zwei der vielen Mittel, die ohne die Umfangreiche Vorratsdatenspeicherung problemlos möglich sind.

Es wird also mitnichten zu einer Anarchie im Internet führen und es werden sicher auch weiterhin Straftaten aufgeklärt werden wobei ein gewisser Teil, wie auch während der letzten beiden Jahren mit der Vorratsdatenspeicherung, auch unaufgeklärt bleibt. Im Endeffekt ist es halt wie im “realen” Leben.

Vielleicht sollte man sich einmal eher Gedanken darüber machen in der Politik, wie man zum Beispiel besser gegen Nutzlosdienste vorgehen kann samt Ihren Inkasso-Anwälten. Hier zum Beispiel sind bestimmt in den letzten Jahren mehr wirklich sehr viele Internetnutzer zu schaden gekommen während die  Verbraucherschutzverbände fast keine Handhabe gegen die bekannten Hintermänner haben.

Dies nur mal als ein Beispiel von vielen Punkten, welche meiner Meinung nach dringend aufgegriffen werden müssten.