Jens Dutzis Life

Linux, Server, Webhosting and more ;-)

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Wenn man sich im Rahmen der Berichterstattung über das Bloggertreffern re:publica die erneut aufgeflammte Diskussion über die sogenannten „Snippets” (Zitate) von Newsmeldungen auf Seiten wie Google News so anschaut, so fällt mir eines dabei auf:

Es geht im Endeffekt nicht darum zu verhindern, dass Newsmeldungen von Diensten wie Google News zitiert werden dürfen. Wollte man das, müsste man einfach das indizieren mittels robot.txt oder entsprechenden Meta-Tags verbieten und schon würde man von Suchdiensten nicht mehr erfasst werden. Es ist ja auch logisch, denn wer nicht gefunden wird, wird nicht besucht werden. Das gilt für kostenlose Newsseiten, die ihre Einnahmen mit Werbung erzielen und für kostenpflichtige.

Im Endeffekt möchte man doch — entgegen den vielen Beteuerungen der Verlage — nichts anderes als eine neue Einnahmequelle zu generieren. Wieso sollte man dann nicht nur Google mit seinen hohen Werbeeinnahmen zur Kasse bitten, wenn man auch gleich alle die aus einer Meldung zitieren abkassieren kann.

Ob es soweit kommen wird? Der Gesetzgeber hat ja schon die Verlage gebeten selber einmal einen Gesetzesentwurf zu schreiben und ich denke, dass die Lobby-Arbeit in dem Zusammenhang relativ umfangreich sein wird.

Nachdem wir im Rahmen des Router-Projekts uns bereits über den Rahmen der Hardware klar sind fehlt nun noch die passende Software. Mit der Endian Firewall Firewall existiert eine auf Linux basierende äußerst leistungsfähige Software, welche eine Menge Einsatzgebiete abdeckt und für die meisten kleineren und mittleren Büros ausreichend sein sollte.

Bei vielen Systemen, welche insbesonders auf der stromsparenden Atom-Plattform basieren, wird allerdings die Installation deutlich schwieriger. Die bei der relativ neuen Plattform verwendeten Netzwerkchipsätzen werden zum Teil noch nicht von dem bei der Endian Firewall mitgelieferten Linux-Kernel unterstützt. Wobei dies nicht nur für die Endian Firewall gilt, sondern für fast alle Ablieger der IPCop Router-Distribution.

Mit diesem Howto soll einmal grundlegend erklärt werden mit welchen Schritten ein Kernel Modul für die Endian Firwall kompiliert werden kann. Mit den Kernelmodulen für Realtek RTL8111/8168B und Intel e1000e-basierenden PCIe Gigabit-Netzwerkkarten werden für die Anleitung zwei weit verbreitete Netzwerkchipsätze verwendet.

Wie immer für meine Howtos gilt, dass sie für Personen gedacht sind denen die Linux-Konsole nicht fremd ist. Die Nutzung des Howtos und der Kernelmodule erfolgt — wie üblich — auf eigene Gefahr. Eine weitere Vorraussetzung ist diesmal ein installiertes Vmware oder Virtualbox (siehe Schritt 1). Wer Fragen oder Probleme im Zusammenhang mit diesem Howto hat, den möchte ich bitten primär die Kommentarfunktion im Blog zu verwenden.

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Immer wieder hatte ich unter Windows Vista und Windows7 das Problem, dass eine per eSATA angeschlossene Festplatte bei meinem Mainboard MSI P45 Diamond nur nach einem Neustart des Systems erkannt wird. Normalerweise sollte der ICH10 Chipsatz des Mainboards eigentlich Hotplug-fähig sein, was auch die Nutzung unter Linux zeigt. Im Gegensatz zu Windows, funktioniert dort Hotplug relativ reibungslos.

Damit Hotplug auch unter Windows funktioniert, habe ich mittlerweile ein kleines Software-Tool gefunden, welches ich euch nicht vorenthalten möchte. Es handelt sich dabei um das Tool HotSwap! welches sowohl in einer 32– als auch 64-Bit Version zum kostenlosen Download bereit steht.

Das Tool ist dabei nicht nur auf das oben genannte Mainboard mit dem ICH10 Chipsatz beschränkt, sondern auch für eine Reihe anderer Systeme. Eine Liste der unterstützten SATA Chipsätze findet sich ebenfalls auf der Homepage des Entwicklers.

hotplug1 hotplug2

Im  Teil 1 und Teil 2 ging es um vorbereitende Überlegungen für das Firewall-Router Projekt. Im dritten Teil dieser Serie geht es mehr um handfeste Themen – die Hardware selber. Nachdem im vorherigen Teil die Anforderungen an den Router präzisiert wurden, kann nun auf die Hardware-Auswahl angegangen werden.

Das Basissystem:

P1000433Als Basis für den Router dient das Barebone-System Supermicro 5015A-H mit einer 1HE 19” Bauform und einer Einbautiefe von nur Tiefe von nur 24,9cm. Basierend auf der Intel Atom 330 Dual-Core 1.6Ghz Plattform ist ein Super X7SLA-H Mainboard bereits verbaut.

Das Mainboard enthält sowohl Raid-fähige SATA Ports als auch einem IDE Port, PCIe Slots, mehrere USB Ports, zwei Realtek Gigabit Netzwerkkarten und eine GM950 Onboard-Grafikkarte mit VGA-Ausgang. Anschlüsse für eine PS2 Tastatur und Maus sind ebenso vorhanden wie eine serielle Schnittstelle.

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Im Teil 1 dieser Serie ging es primär um die steigende Bandbreite und dem grundsätzlichem Problem vieler SOHO-Router mit Bandbreiten jenseits eines ADSL2+ Anschlusses. Der heutige zweite Teil wird beleuchten in wieweit es möglich ist sich selber einen xDSL/Kabel-Internet Router zusammenzustellen und wie die entsprechende Hardware aussehen könnte. Das Ziel wird hierbei nicht unbedingt ein möglichst günstiger Router in einer Preisklasse um die 50 Eur sein. Ziel dieses Projektes ist vielmehr ein sicheres und vielseitig verwendbares Internet-Gateway, welches auch für kleine Unternehmen und Büros von Interesse ist.

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Die für Privatkunden verfügbare Bandbreite bei Internetzugängen nahm im letzten Jahr immer weiter zu. Diese hohen Bandbreiten sind mittlerweile auch nicht mehr nur regional begrenzt verfügbar, sondern auch im größeren Umfang. Die Deutsche Telekom wirbt unter dem Namen “T-Home” mit VDSL Zugängen mit Bandbreiten von 25 bis 50 Mbit/s. Kabelnetz-Betreiber gehen mittlerweile sogar weiter. Kabel BW zum Beispiel wirbt mit Bandbreiten von 25, 50 oder 100 Mbit/s. Bandbreiten, von denen ein normaler ADSL oder ADSL2 Nutzer nur träumen kann.

Das Hauptproblem …

Hier im Büro verwende ich zum Beispiel für die Internetanbindung von Kabel BW, da DSL hier nur sehr eingeschränkt verfügbar ist. Der von mir verwendete LANCOM 1811 Wireless DSL Router besitzt einen Intel iXP422  Prozessor mit 266 Mhz, welcher die bisherige Bandbreite von 32 Mbit/s routen konnte. Wenn man sich allerdings die CPU Auslastung anschaute des Routers, so viel zu dem Zeitpunkt schon auf, dass die CPU ziemlich belastet wurde.

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Da wir ja gerade über Windows 7 am bloggen sind, möchte ich noch gleich einen zweiten Tipp loswerden. Im Gegensatz zu den bisherigen Windows-Betriebssystemen werden die Kartenleser der StarReader Serie von MSI Computer unter Windows 7 leider nicht mehr korrekt erkannt. Direkt nach der Installation erscheint im Gerätemanager ein “eHome Infrared Reciever (USBCIR)” mit einem gelben Ausrufezeichen. Selbst der Anschluss an einem anderen USB Port nach der Installation bringt einem nicht weiter.

Allerdings gibt es einen Weg, wie man relativ einfach den Kartenleser unter Windows7 wieder zum laufen bekommt. Hierfür ist nicht einmal einmal ein Treiber-Update oder spezieller Patch notwendig. Das folgende Howto-Video zeigt, wie man mit wenigen Mausklicks Windows7 überredet den Kartenleser richtig zu erkennen.

Das Howto startet bei den Eigenschaften für den Computer. Erreichbar ist das Dialogfenster über Systemsteuerung / System und Sicherheit / System. Ist auf dem Desktop das “Computer”-Icon angelegt, so langt ein Klick mit der rechten Maustaste und der Aufruf des Menüpunktes “Eigenschaften”.

Wer aktuell die neusten StarMoney Produkte unter Windows7 64-Bit verwenden möchte schaut zur Zeit laut dem technischen Support von Starfinanz in die Röhre. Während die Installation noch fehlerfrei läuft wird der Start der Anwendung mit einer Fehlermeldung quittiert. Die fehlende Unterstützung wird mittlerweile auch (wenn auch versteckt) auf der eigenen Homepage erwähnt.

Eigentlich ärgerlich, wenn man bedenkt, wie lange Microsoft schon Betaversionen von Windows7 verteilt und wenn man bedenkt, dass die Version mittlerweile an praktisch alle (OEM Hersteller, Distributoren, MSDN(AA) und Actionpack-Abonennten etc.) ausgeliefert wurde. Einzig im Einzelhandel ist die Software noch nicht erhältlich. Es ist durchaus verständlich, dass sich im eigenen Kundenforum mittlerweile einige Lizenzinhaber ihren Frust von der Seele schreiben, denn immerhin sollte man meinen, dass StarFinanz lange genug Zeit hatte die eigene Software anzupassen.

Was der Service von StarFinanz nicht erwähnt ist die Tatsache, dass man das problembehaftete Modul PromonShield deaktivieren. Bei dem Modul handelt es sich um eine Sicherheitslösung eines norwegischen Unternehmens, welche mit der neusten Softwaregeneration von StarMoney eingeführt wurde.

screenshotDas Modul selber ist allerdings optional und wird für den Betrieb der Software augenscheinlich nicht zwingend benötigt. Um das Modul zu temporär zu deaktivieren muss nur der Startparameter /direkt hinzugefügt werden. Hierfür ist nur ein rechts-Klick auf das Start-Icon notwendig um den Eigenschafts-Dialog aufzurufen. Dort trägt man bei “Ziel” direkt nach …StartStarMoney” die Option /direkt an (mit einem Leerzeichen davor). Wie genau die Zeile aussehen muss, ist auf dem angefügten Screenshot zu sehen.

Man sollte allerdings beachten, dass es sich um einen nicht dokumentierten Funktionsaufruf handelt für den keine Garantie übernommen werden kann. Ein Backup der Daten ist daher auf jeden Fall zu empfehlen. Beachten sollte man auch, dass man mit diesem Funktionsaufruf auf eine zentrale Sicherheitskomponente von StarMoney verzichtet. Daher sollte der Rechner dringend mittels weitergehender Software wie zumindest einer Antivirenlösung ausgestattet sein.

Wer das Risiko nicht eingehen möchte, der muss allerdings auch nicht auf sein StarMoney verzichten. Ende 09/2009 soll laut StarFinanz das dritte Servicepack veröffentlicht werden, mit dem eine offizielle Windows7 Unterstützung eingeführt wird. Laut StarFinanz wird mit diesem Update die /direkt-Option wieder deaktiviert werden.

Wer den für Linux noch als experimentell deklarierten Unity (Nahtlos-)Modus unter VMware verwenden möchte wird bei der aktuellen Ubuntu Version vor einige Probleme gestellt. Einerseits sind keine passenden Kernel-Module vorhanden, der Unity-Modus kann nicht aktiviert werden und andererseits gibt es Probleme mit der Maus-Unterstützung. Eine Anmerkung möchte ich zu diesem Howto machen. Es richtet sich primär an Personen, die schon Erfahrung mit dem kompilieren von Anwendungen haben und setzt auch grundlegende Kenntnisse von der Ubuntu-Paketverwaltung voraus. Desweiteren kann für die Lauffähigkeit des Howtos natürlich keine Garantie übernommen werde. Es ist empfohlen vorher ein Backup des virtuellen Systems zu erstellen. Getestet wurde dieses Howoto mit VMware Workstation 6.5.2, Ubuntu 9.04 und als Linux-Kernel „2.6.28–11-generic”.

Hinweis zum Updaten vom 13.05.2009:

Für das Problem mit der Unterstützung der Shared Folders von VMware fand ich heute früh auch eine Lösung. Im Gentoo Bugtracking-System findet sich für genau dieses Problem einen Patch von John Plesmid. Auch wenn der Patch primär für den Open-Source Ableger der VMware-Tools gedacht ist, lässt er sich auch relativ problemlos mit den bei VMware Workstation 6.5.2 mitgelieferten VMware-Tools für Linux verwenden. Sollten die aktuellen VMware-Tools bereits installiert worden sein, so kann ich nur empfehlen die aktuelle Installation mittels /usr/bin/vmware-uninstall-tools.pl zu entfernen und mit Hilfe dieses Howtos nochmals komplett neu zu installieren. Vor der erneuten Installation ist allerdings ein Neustart des Systems notwendig um die Netzwerkunterstützung erst einmal wiederherzustellen. Wer allerdings die Shared Folders Unterstützung nicht benötigt, kann sich diese Arbeit ersparen. weiter lesen

Diese Woche konnte ich einmal wieder “live” miterleben, wie eine Gründung eines Webhosting-Unternehmens in der Regel abläuft und ich möchte das einmal in einem fiktiven Howto aufarbeiten:

  1. Gewerbe anmelden bei der Stadt-/Gemeinde-Verwaltung
  2. Die notwendigen Fragebogen z.B. des Finanzamts ausfüllen um die Kleinunternehmer-Regelung zu beantragen
  3. Produkte überlegen und die Preise bestimmen (PI*Daumen basierend auf den Preisen der Konkurrenz)
  4. Virtueller oder ded.Server buchen mit Confixx oder Plesk als Admin-Oberfläche
  5. Unternehmens-Seite mithilfe eines Templates erstellen
  6. Möglichst viele Logos einbauen (z.B. von Ripe, Denic, etc.)
  7. AGB zusammenklicken aus den AGB anderer Webhosting-Unternehmens
  8. Impressum erstellen auf der Basis des Impressums – ebenfalls auf der Basis eines anderen Webhosting-Unternehmens. Unbedingt im Impressum eine anwaltliche Vertretung erwähnen und dabei den Anwalt via Google ermitteln. Auf Wunsch kann noch eine Umsatzsteuer-ID via Google gesucht werden um diese im Impressum aufzuführen.
  9. Sich eine Liste erstellen mit Email-Adressen anderer Webhosting-Unternehmen mit Hilfe von Webhosting-Suchdiensten
  10. Werbe-Emails an die Liste versenden in der man Webhosting-Dienstleistungen anbietet

nach einigen Tagen geht es dann weiter:

  1. Anruf vom im Impressum erwähnten Anwalt abwarten nachdem bei diesem wütende Webhoster gemeldet haben
  2. Fax– oder Brief mit einer Abmahnung inklusive Kostennote vom erwähnten Anwalt erwarten
  3. Fax– oder Brief mit einer Abmahnung eines des beworbenen Webhosters erwarten

nach einigen weiteren Tagen:

  1. Die Webhosting-Seite offline nehmen und das Gewerbe wieder einstellen
  2. Eigenen Anwalt suchen aufgrund der Abmahnungen
  3. Eventuell Kredit aufnehmen um die Anwaltsrechnungen etc. zu bezahlen.

… wie gesagt, das ist eine fiktive Geschichte, die so nie passierte. Von daher sind Ähnlichkeiten zu noch existierenden oder aufgegebene Webhosting-Unternehmen natürlich rein zufällig.