Jens Dutzis Life

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Durchsuche Beiträge mit Schlagwörtern abzocke

Wie zur Zeit auf onlinekosten.de zu lesen ist, warnt die Verbraucherzentrale Hessen vor der Internetseite wahlinfo2009.de. Auf dieser Seite bietet der dubiose Anbieter interessierten Bürgern die Wahlprogramme der etablierten Parteien an. Wer sich anmeldet tappt dabei – wie so oft – in die Kostenfalle. Für die Anmeldung verlangt der Anbieter 60,00 Eur. Für das in Großbritannien sitzende Unternehmen mit einer Zweigstelle in Hamburg ist dies allerdings nicht die einzige Abzock-Seite. Unter 99downloads.de wird ein ähnliches Spiel getrieben.

Wer bereits Opfer dieser Seite wurde, für den hat die Verbraucherzentrale auch gleich einen Tipp: stur bleiben und die Angelegenheit aussitzen (Details).

Wer sich vor der Bundestagswahl über die Parteien informieren möchte, so kann ich unter anderem folgende Seiten empfehlen:

Ich hätte nicht gedacht, dass ich das einmal erlebe. Wie man beim Heise-Newsticker nachlesen kann, verurteilte heute das Landgericht Göttingen zum ersten mal eine Gruppe von Abzockern zu einer Freiheitsstrafe auf Bewährung. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass dass die drei beschuldigten Jurastudenten im Jahr 2007 auf der Domain fabrik-einkauf.com einen vollendeten gewerbsmäßigen Betrug begangen haben.

Per Spam-Email bewarben die Betreiber der Seite mittels eines angeblichen Gewinnspiels ihre betrügerische Seite. Wer auf der Seite seine Daten hinterließ erhielt, wie bei der Masche üblich, eine Aborechnung in Höhe von 84 Eur/Jahr. Wer nicht zahlte, bekam regelmäßig Mahnungen mit dessen Hilfe eine Drohkulisse aufgebaut wurde.

Während der Verhandlung gaben die 3 Studenten zu auf diesem Weg mehr als 130.000 Eur “abgezockt” zu haben. Mit Hilfe des ergaunerten Gelds leasten sich die Angeklagten unter anderem Luxusautos. Aber auch sonst lebten sie “auf großem Fuß”.

Die beiden 26-jährigen Haupttäter wurden wegen gewerbsmäßigen Betrugs zu 18 und 15 Monate Haftstrafe auf Bewährung verurteilt. Der dritte 25-jährige Beteiligte wurde zu sechs Monaten wegen Beihilfe verurteilt.

Als Fazit kann man nur sagen, dass es endlich einmal Zeit ist, dass gegen Betreiber solcher Seiten erfolgreich vorgegangen wurde. Über die Höhe der Strafe kann man allerdings unterschiedlicher Meinung sein. Einige werden mit Sicherheit sagen, dass eine Bewährungsstrafe viel zu harmlos ist. Aber meiner Meinung nach ist es einmal ein Anfang. Allerdings darf das Urteil jetzt kein Einzelfall bleiben, denn es gibt einige – deutlich größere – Gruppierungen in diesem Bereich und man schätzt, dass diese jedes Jahr mehr als 100 Mio. Euro einnehmen.

Wer die letzten Tage sein eMail-Postfach angeschaut hat, bekam vielleicht folgende Nachricht des Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik:

Achtung – Wichtige Virenwarnung:

Nach Berichten des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ist derzeit ein besonders gefährlicher Virus/Trojaner im Umlauf.

Ihr PC ist ungeschützt und damit potentiell gefährdet. Bitte laden Sie unbedingt in Ihrem eigenen Interesse einen aktuellen Virenscanner herunter.

Die aktuellste Version erhalten Sie direkt hier:
http://www.sicher-loaden.info/

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Virenwarndienst

Durch die Überschrift könnt ihr euch es ja schon fast denken – natürlich kommt diese Warn-eMail nicht vom BSI, sondern von der allseits bekannten Nutzlosbranche. Sinn– und Zweck ist wie immer die Kontaktdaten von sorglosen Internet-Nutzern zu ergattern um sie mit Rechnungen, Mahnungen etc. zur Zahlung einer Abogebühr zu bewegen. Der Kostenhinweis ist, wie ebenfalls üblich, bei den typischen Auflösungen von Browser-Fenstern wie 800×600 nicht zu erkennen. Wer sein Fenster etwas größer hat, kann auf der rechten Spalte, zwischen einem Link zu einem “Mitgliederbereich” und einem großen Logo die Kosten für das Abo erkennen. Die Textstelle ist schon mit einem grauen Farbverlauf und grauer Schriftfarbe versehen worden.

Welche Leistung bekommt man eigentlich für den Mitgliederbeitrag von 96 Eur/Jahr? Man kann sich die auf anderen Seiten kostenlos angeboten Antivirenlösung Avira AntiVir Personal herunterladen. Auf anderen Seiten des „Unternehmens” gibt es dann auch noch unter anderem Programme wie OpenOffice und FileZilla. Programme die alles eines gemeinsam haben – es handelt sich um Programme die eigentlich für Privatpersonen kostenlos sind.

Mittlerweile warnt auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik auf der eigenen Homepage vor dieser eMail / Homepage. Wer schon auf die eMail hereingefallen ist, dem kann ich nur folgenden Ratgeber vom Bundesverband der Verbraucherzentralen empfehlen.

– Werbung in eigener Sache –
Wer übrigens Interesse an einer mehrfach ausgezeichneten Sicherheits-Lösung für Windows hat, der sollte sich einmal http://www.tf-network.de/cms/nod32/ anschauen. Bei Eset NOD32 Antivirus und Eset Smart Security handelt es sich um eine Antiviren– und Firewall-Software, welche bereits mehrfach in Tests ausgezeichnet wurde und sowohl mit einer hohen Geschwindigkeit als auch hohen Erkennungsrate glänzt. Falls Interesse besteht, könnt ihr die Software direkt bei uns, einem offiziellen Eset Security-Partner, die Software bestellen.
– Werbung in eigener Sache –

Fax tf-networkSeit mein Unternehmen in den Gelbe Seiten steht, häufen sich nicht nur die Werbeanrufe, sondern auch die Fax-Werbung. Die letzten 24h waren dabei besonders übel. Neben drei Werbeanrufe, die mir unter anderem eine Krankenversicherung, ein speziellen Eintrag bei einer bekannten Telefonauskunft und einem Angebot für ein Zeitschriften Abo (alle Anrufer wurden relativ schnell aus der Leitung geworfen) gab es auch einmal wieder ein relativ dreister Abzockversuch von Seiten der Branchenbuch– und Adressbuchbetrüger.

Gewerbetreibende kennen das Problem bestimmt. Immer wieder erhält man ein Fax mit der Bitte doch die Branchenbuch-Daten zu prüfen und zu bestätigen. Wer genauer hinschaut bemerkt, dass man hiermit einem dubiosen Unternehmen den Auftrag erteilt das eigene Unternehmen für viel Geld in ein (meist imaginäres) Branchenbuch für ein oder zwei Jahre aufzunehmen.

Heute gab es “erfrischender Weise” einmal eine neue Variante. Es wurde, wie bereits in früheren Fällen, versucht den Eindruck zu erwecken das Schreiben komme von dem durchaus seriösen Verlag, welche die “Gelbe Seiten” in Deutschland produziert. Als Domain wird www.regionale-gelbe-seiten.ag genannt. Auf dem ersten Blick könnte es die Seite des bekannten Verlags sein, aber dessen URL lautet http://www.gelbeseiten.de. Um den Empfänger des Faxes in Sicherheit zu wiegen befindet sich auf dem Fax mehrfach der Hinweis, dass der Grundeintrag kostenlos sei. Damit auch ja genügend auf die Abzocke hereinfallen, fordert das Fax auch eine Rückantwort, sofern man keinen kostenfreien Grundeintrag möchte. Im Endeffekt soll also jeder, der das Fax erhalten hat, sich an die aufgeführte Rufnummer wenden. Die Angegebene Rufnummer wurde dabei natürlich “schön” formatiert ist. Es soll dabei möglichst wenigen auffallen, dass es sich um eine kostenpflichtige 0900er Rufnummer handelt.

Wer jetzt genau hinschaut, kann auch am Ende der Seite erkennen welche Kosten durch die Rückantwort entstehen. Wer auf das Fax antwortet, darf aus dem deutschen Festnetz insgesamt satte 10,00 Eur je Anruf bezahlen. Es ist dabei vollkommen egal, ob man jetzt ein (vermeintlich kostenfreien) “Grundeintrag” haben möchte oder ob man diesen ablehnt. Der Absender des Faxes hat auf jeden Fall sein Ziel erreicht.

Ich möchte echt nicht wissen, wie viele in Deutschland auf diese leicht modifizierte Variante der Branchenbuch– und Adressbuchabzocke hereinfallen. Die Zahl dürfte beträchtlich sein. Direkt unterhalb der Preisangabe steht übrigens auch der eigentliche Firmenname des Absenders. Es handelt sich – sofern die Angaben stimmen – um ein Unternehmen aus Sofia in Bulgarien mit dem Namen W.I.V. Telefonbuch OOD.

Mein Tipp an alle die das Fax erhalten haben … reagiert nicht auf das Schreiben und werft es einfach in den Mülleimer.