Jens Dutzis Life

Linux, Server, Webhosting and more ;-)

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Wenn man sich die Berichterstattung seit dem gestrigen Urteil des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe so anschaut und die Interviews verfolgt mit diversen Politikern könnte man echt das Gefühl haben, dass jetzt im Internet das Zeitalter der Anarchie regieren würde. Es hört sich so an, als könne jetzt erst einmal keine einzige Straftat im Internet verfolgt werden und Verbrecher könnten jetzt durch das Internet alle möglichen Straftaten begehen.

Ein solcher Unsinn regt mich echt nur noch auf. Wie hatte man denn vor dem Januar 2008 Straftaten im Internet verfolgt? Vor 2 Jahren herrschte doch auch keine Gesetzlosigkeit im Internet. Fakt ist, dass bereits vor dem gekippten Gesetz zum Beispiel auf Bestandsdaten zugegriffen werden konnte nach richterlichem Beschluss. Es besteht auch die rechtliche Möglichkeit zum Beispiel die Kommunikation eines verdächtigen nach entsprechendem Beschluss durch ein Richter aufzeichnen zu lassen. Das sind nur zwei der vielen Mittel, die ohne die Umfangreiche Vorratsdatenspeicherung problemlos möglich sind.

Es wird also mitnichten zu einer Anarchie im Internet führen und es werden sicher auch weiterhin Straftaten aufgeklärt werden wobei ein gewisser Teil, wie auch während der letzten beiden Jahren mit der Vorratsdatenspeicherung, auch unaufgeklärt bleibt. Im Endeffekt ist es halt wie im “realen” Leben.

Vielleicht sollte man sich einmal eher Gedanken darüber machen in der Politik, wie man zum Beispiel besser gegen Nutzlosdienste vorgehen kann samt Ihren Inkasso-Anwälten. Hier zum Beispiel sind bestimmt in den letzten Jahren mehr wirklich sehr viele Internetnutzer zu schaden gekommen während die  Verbraucherschutzverbände fast keine Handhabe gegen die bekannten Hintermänner haben.

Dies nur mal als ein Beispiel von vielen Punkten, welche meiner Meinung nach dringend aufgegriffen werden müssten.

Neuthard_Buergerplatz Zu meiner täglichen Lektüre gehört – natürlich – auch die Newsticker von heise online und Golem. Allerdings musste ich mir gestern Abend ziemlich die Augen reiben als dort eine Meldung über Karlsdorf-Neuthard (Karte) zu lesen war.

Was war passiert? Ein hier im Ort ansässiger Computerclub plante unter dem Namen “Convetion-X-Treme”, wie bereits in den letzten Jahren, eine kleine LAN Party für rund 400 Spieler. Nachdem augenscheinlich bereits alles mit der Gemeindeverwaltung und dem Bürgermeister Sven Weigt geklärt schien kam es in der eigentlich jungen und aufgeschlossenen Gemeinde zu einer kuriosen Wende.

Ähnlich wie in Stuttgart und Karlsruhe (eigentlich eine Technologie-Region) sah sich unser erst vor kurzem gewählter Bürgermeister dazu gezwungen die Veranstaltung abzusagen. Dabei lässt folgendes Zitat durchaus auf ein Druck durch den Minister des Inneren (Heribert Rech / CDU) schließen:

Auch unser Innenminister und der Städte– und Gemeindetag sprechen sich gegen solche Veranstaltungen aus.

Der Frust der Gamer dürfte Herr Weigt auf jeden Fall mit dieser Entscheidung auf sich gezogen haben. Allerdings dürfte es niemandem helfen, wenn man nun die Gemeinde mit Hass-Emails bombardiert.

Die Auswirkungen der Entscheidung dürften jedenfalls weitreichender sein, als sie auf den ersten Blick aussehen. Da der Verein für die Veranstaltung bereits alles organisiert hatte (Server, Technik, Lagermiete und vieles mehr) und für mehrere tausend Euro auch bereits Tickets an Personen in ganz Deutschland verkauft wurden dürften die unmittelbaren Auswirkungen für ihn weitreichend sein. Auf der Vereinseigenen Seite sieht man den Fortbestand des Vereins durch die Entscheidung auf jeden Fall gefährdet.

Allerdings begrenzen sich die Auswirkungen wohl nicht nur auf meine kleine 9000 Seelen-Gemeinde. In den Sommerferien finden regelmäßig in ganz Deutschland unzählige LAN-Partys in vielen kleinen Gemeinden statt. Mit der Entscheidung die LAN Party abzusagen könnten unsere Gemeindeverwaltung durchaus einen Präzedenzfall für andere Bürgermeister geschaffen haben.

Falls ihr euch fragt wie es der Fall in die deutschlandweite Presse schaffte, so ist die Antwort relativ einfach. Dank des “Piraten” Jörg Tauss kam diese kleine Geschichte aus Karlsdorf-Neuthard gestern in einer Sitzung des Bundestags auf.

Noch vielleicht etwas kurioses am Rande. Im August dieses Jahres findet hier in Karlsdorf-Neuthard noch eine andere Veranstaltung mit Zustimmung der Gemeinde statt. Dabei handelt es sich um ein internationales Jugend-Schützentunier des Schützenvereins Karlsdorf, welches auch auf der Gemeinde-Seite erwähnt wird. Ich denke, hier erübrigt sich jeder weiterer Kommentar …

bbcpersian1 bbcpersian2Es ist schon paradox, was zur Zeit auf Hotbird 13° abgeht. In Teheran versammeln sich immer mehr Menschen trotz eines Demonstrationsverbotes um gegen das Regime zu protestieren. Während im Inland die Berichterstattung immer schwieriger wird, so informieren sich immer mehr Iraner über die aktuelle Lage zum Beispiel via Satelliten-Fernsehen (z.B. BBC Persian) und über Facebook, Google und Twitter. Speziell Facebook und Google haben sich mittlerweile der neuen Situation angepasst und liefern die eigenen Seiten in persisch aus. Des weiteren bietet Google zusätzlich persisch als weitere Sprache in “Translate” an.

Während man versucht die Internetangebote innerhalb des Irans zu sperren, was aber problemlos umgangen werden kann, so ist das ganze beim Satellitenprogramm der BBC schon deutlich schwieriger. Auffallend ist allerdings, dass seit einigen Tagen der Transponder, welcher auf Hotbird 13° unter anderem BBC Persian überträgt, zur Zeit massive Übertragungsprobleme aufweist. Die Störrungen führen dabei zeitweise zu einem kompletten Ausfall des Programms.

Nachdem mittlerweile Eutelsat, der Betreiber der Hotbird-Satellitenflotte bestätigt, dass es sich um keinen Ausfall des Transponders handelt ist klar, was zur Zeit wohl stattfindet. Der Iran scheint gezielt die Übertragung des Senders zu blockieren um die Verbreitung des Programms sowohl im In– als auch Ausland (für Exil-Iraner) zu verhindern. Ob der Iran die Möglichkeiten hierfür hat? Man besitzt zumindest eine Anlage, die man hierfür verwenden könnte.

Die einzige Lösung, welche die BBC sah, ist wohl ein Wechsel des Satellitenposition auf Eutelsat W2M, während auf Hotbird 13° nur noch eine Infotafel erscheint. Mein Vorschlag an Eutelsat wäre ja gewesen einfach die staatlich iranischen Fernsehprogramme auf den gleichen Transponder wie BBC Persien zu legen. Sollte doch möglich sein, oder?

956px-Mars_SpiritGibt es nicht? Doch, es gibt die Möglichkeit. Die NASA bietet aktuell unter http://marsprogram.jpl.nasa.gov/msl/participate/sendyourname/ die Möglichkeit an den eigenen Namen auf die lange Reise zum Mars zu schicken.

Im Rahmen der 2011 startenden Mars Mission bietet die NASA die Möglichkeit an, den eigenen Namen zusammen mit anderen auf einen im Mars Science Laboratory Rover verbauten Microchip speichern zu lassen. Dieser Microchip wird 2011 seine rund 227 Mio. Kilometer lange Reise antreten zum Mars antreten. Der im Rahmen eines Wettbewerbs ausgewählte Namen des Rovers wird im übrigen “Curiosity” sein. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass die Uni Kiel an der Entwicklung des Rovers beteiligt ist.

Bleibt nur zu hoffen, dass die Reise und vor allem auch die Landung des Rovers erfolgreich sein wird. Mit etwas Glück, wird die Mission ein ähnlicher Erfolg wie die letzte Mars Rover Mission mit Sprit und Opportunity.

P1070780Wer könnte nicht bei einem Blick auf den Kontoauszug fluchen, wenn man wieder eine Abbuchung durch die GEZ erkennt. Gut, über den Sinn und Zweck des Zwangs-PayTV der Rundfunkgebühren für Rundfunkempfangsgeräte lässt sich vortrefflich streiten, aber dies soll nicht das Thema des Blog-Eintrags sein. Viel interessanter ist, was einem Freund von mir – (Ex-)Student aus Mannheim – diese Woche erlebte.

Da er in einer anderen Stadt eine Arbeitsstelle fand suchte er einen Nachmieter für seine Studentenwohnung. Naheliegend ist hier natürlich eine Anzeige mit einigen Bildern auf einer spezialisierten Internetseite wie wg-gesucht.de.

Einige Tage nach dem Umzug wurde ihm ein Brief vom “Servicebüro Rundfunkgebühren” an seine neue Adresse weitergeleitet mit der Information, dass man ihn leider nicht hätte antreffen können um einige Fragen zu beantworten. Wie sollte ein Treffen auch möglich sein, da er nicht mehr in Mannheim wohnte und auch bereits dort abgemeldet war.

Das wirklich interessante an dem Schreiben ist, dass die Prüfer des regionalen Servicebüros über ein Bild in der Wohnungsanzeige erkannt hätte, dass (mindestens) ein Fernsehgerät zum Empfang bereitstehe und er diesen hätte anmelden müssen.

Unabhängig jetzt davon, ob er verpflichtet gewesen wäre seinen Fernseher anzumelden (Bafög-Empfänger sind zum Beispiel befreit) ist der Fall doch sehr interessant. Anscheinend wird von den Rundfunkgebührenbeauftragter nicht mehr nur einfach Haus für Haus abgeklappert, sondern man kontrolliert jetzt auch schon das Internet.

Man muss allerdings in dem Zusammenhang auch erwähnen, dass die Regionalbüros nach meinen Informationen unabhängig voneinander agieren und damit dieser eine Fall jetzt kein Schluss darauf zulässt, ob man jetzt bundesweit auch im Netz auf die Jagd geht.

Heute ist mir wirklich etwas interessantes skurriles passiert. Vor 3 Tagen war ich in Bruchsal in einem Fachgeschäft für Bürobedarf, da ich einige Ordner etc. benötigte für das neue Jahr. Als ich wieder gehen wollte konnte ich zuschauen, wie jemand auf dem Parkplatz relativ eilig aus seinem Bus ausgestiegen ist, in den Laden rannte und dabei die Türe offen lies. Dabei ist mir der Werbeschriftzug auf der Seite des Busses aufgefallen, welcher mich an die URL einer Seite erinnert, für die ich schon relativ lange arbeite. Soweit ja noch nichts interessantes.

Gestern hatte ich wiederum ein Termin mit einem Kunden, dessen Internetseite bei mir gehostet und gepflegt wird. Nachdem ein paar Kleinigkeiten abgesprochen wurden meinte er noch, ob ich Interesse hätte für ein Cafe ein Internetshop zu realisieren. Dabei stellte sich heraus, dass es sich genau um das Cafe handelt, welches mir tags zuvor aufgefallen war.

Schon interessant, wie der Zufall so spielen kann …

Neujahrs-Impressionen

1 Kommentar

Trotz Glatteis bin ich heute früh wieder ohne größere Unfälle daheim angekommen. Es wurde wirklich ein klasse Abend mit Raclette, Fondue und später einer Gulaschsuppe :-)

Fürs Blog hier habe ich mal ein paar Bilder vom Feuerwerk zusammengestellt und vom Glatteis sieht man selbst heute noch etwas, obwohl es die letzten Stunden etwas wärmer wurde. Allerdings seit ein paar Minuten wurden die 0°C wieder unterschritten. Die Rutschpartie geht also weiter ;-)

Bevor ich mich hier unter die Dusche schwinge, möchte ich allen Blog-Lesern noch ein guten Rutsch ins neue Jahr 2009 wünschen. Aber bitte nehmt das “Rutsch” nicht zu wörtlich … hier hat es z.B. aktuell –1 °C und da es den ganzen Nachmittag über geregnet hat entsprechend glatt. ;-)

Also bleibt nur noch noch übrig euch eine schöne Feier zu wünschen und viel Erfolg im neuen Jahr. :-)

Die kleinen Notebooks wie den Asus Eee PC werden immer beliebter und jüngste Statistiken zeigen, dass mittlerweile mehr Notebooks verkauft werden als normale Workstations. Zugegeben, die kleinen Notebooks sind gerade für Leute die öfters unterwegs sind schon relativ praktisch.

Diesmal allerdings wurde der von der Presse verwendete Name “Netbooks” laut dem bekannten Blogger Udo Vetter für einige gewerbliche Internetseitenbetreiber zur Falle. Auf den vermeintliche Gattungsbegriff “Netbooks” soll laut einem Schreiben einer Londoner Anwaltskanzlei die Firma Psion PLC ein Markenrecht besitzen. Journalisten oder Blogger sollen laut einer Erklärung der Kanzlei von den Abmahnungen nicht betroffen sein, auch wenn es Psion wohl nicht unrecht wäre, wenn man in Zukunft ein anderen Begriff für diese Notebook-Klasse verwenden würde.

Fragt sich nur, warum Psion die Abmahnungen verschickt, da sie selber zur Zeit keine “Netbooks” mehr produzieren und mir ist auch keine Pressemeldung bekannt in denen ein solches Produkt von Psion angekündigt wurde.

Positiv ist wenigstens dabei, dass die Abmahnung für die Seitenbetreiber nicht mit einer teureren Kostennote versehen war und auch die gesetzte Frist (März 2009) großzügig bemessen wurde.

Heute ist es wie jedes Jahr wieder soweit. Alle Weihnachtskarten wurden verschickt, alle Geschenke (hoffentlich) gekauft und alle HTML-Grußkarten an seine Freunde gemailt … der Weihnachtsabend kann kommen.

Von daher wünsche ich allen ein frohes und ruhiges Weihnachtsfest und drücke euch die Daumen, dass eure Wünsche alle erfüllt werden und euch das Weihnachtsessen ähnlich gut schmeckt, wie es hier aktuell bei der Vorbereitung unser Essen lecker riecht ;-)